Jedes Lüftungssystem, egal ob in einem gewerblichen, öffentlichen Gebäude oder einem Privathaus, sollte mit Lüftungsfiltern ausgestattet sein. Ihre Aufgabe ist es, verschiedene Schadstoffe zu stoppen und zu beseitigen. Sie bilden die Grundlage für sichere, saubere Luft in Innenräumen. Sie sind die erste Verteidigungslinie gegen Schwebstaub, Bakterien, Viren, Pilze und Schimmel sowie andere gesundheitsschädliche Feststoffpartikel. Sind Sie Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechniker? Dieser Artikel erklärt Ihnen, welche Viren durch Lüftung übertragen werden und wie Sie die Luft gemäß den geltenden Normen von Schwebstoffen und Staub reinigen und filtern.

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Durch Belüftung übertragene Virusarten
Die Hauptverursacher der Luftverschmutzung in Innenräumen sind Feinstaub (PM) und Aerosole, die von Raumnutzern ausgeatmet werden. Sie enthalten Bakterien und aktive Viren, wie beispielsweise das für die COVID-19-Erkrankung verantwortliche SARS-CoV-2-Virus oder das Grippevirus. Die Emission gesundheitsgefährdender Mikroorganismen wird durch erhöhte Atemaktivität wie Niesen, Husten, schnelles Atmen oder Singen verstärkt. Natürlich bedeutet der bloße Aufenthalt in einem Raum mit virenbelasteter Luft nicht automatisch eine Infektion und Erkrankung.
Dies wird von vielen Faktoren beeinflusst, insbesondere von der Anzahl der kranken Personen im Raum, der körperlichen Aktivität und der Krankheitsanfälligkeit (Alter, Gesundheitszustand, Immunität). Ein weiterer Träger aktiver Viren ist Schwebstaub. Eine gute Belüftung hilft, das virale Aerosol zu entfernen oder zumindest zu verdünnen, was das Risiko sogenannter Kreuzinfektionen deutlich reduziert. Belüftung kann jedoch auch eine Quelle für Viren sein, die in Kanälen überleben können. Ihr Überleben wird durch Staub und Feuchtigkeit auf der Oberfläche begünstigt. Mikrobiologische Kontamination in der mechanischen Belüftung stellt eine ernsthafte Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Sie kann Atemwegsinfektionen und Atemwegserkrankungen verursachen.
Effizienz von Anti-Smog-Filtern in der Lüftung - Norm PN-EN ISO 16890-1
Die Wirksamkeit von Anti-Smog-Filtern gegen Schwebstaub einer bestimmten Größe ist in der Norm PN-EN ISO 16890-1 festgelegt. Ein Anti-Smog-Filter muss mindestens 50 % des in der Luft schwebenden Staubes (z. B. PM2,5, PM10) zurückhalten.
Anstelle eines Staub- und Smogfilters können Sie einen Filter an der Luftzufuhr installieren oder das Lüftungssystem mit einer speziellen Box mit einem Anti-Smog-Filter und – optional – einem Aktivkohlefilter ausstatten, der zahlreiche Stoffe aus der Luft entfernt, darunter auch solche, die unangenehme Gerüche aus der Lüftung verursachen.
Auf dem Markt sind auch elektrostatische Filter erhältlich, die für die Installation am Zuluftkanal konzipiert sind. Natürlich müssen Filter in mechanischen Lüftungssystemen nicht nur Schwebstaub, sondern auch externe mikrobiologische Verunreinigungen wirksam zurückhalten.
Auswahl der richtigen Filterklasse für die Belüftung
Durch die Lüftung wird Außenluft in den Innenraum geblasen. Viele Anti-Smog-Filter erfüllen die WHO-Empfehlungen für Außenluft hinsichtlich der PM2,5- und PM10-Staubkonzentration nicht. Um sicherzustellen, dass sich Menschen in Innenräumen mit sicherer Luft aufhalten, wird empfohlen, einen Filter der für PM1-Partikel vorgesehenen Effizienzklasse zu installieren, d. h. einen ePM1-80%-Filter in Gebieten mit sehr hoher Staubbelastung und einen ePM1-70%-Filter in Gebieten mit hoher Staubbelastung. Branchenrichtlinien und wissenschaftlichen Studien zufolge sollte das Lüftungssystem durch zusätzliche Filterung ergänzt werden, was durch tragbare Luftreiniger erfolgreich umgesetzt werden kann.
Das Filtersystem eines Luftreinigers reduziert effektiv das Risiko der Tröpfcheninfektion. Es besteht in der Regel aus mehreren Filtern. Der Vorfilter reinigt die Luft von groben Verunreinigungen und verlängert die Lebensdauer der übrigen Schichten. Der HEPA-Filter fängt feine Schadstoffe aus der Luft ein, darunter PM2,5- und PM10-Staub (Smog) sowie lebende Viren. Der Kohlefilter neutralisiert unangenehme Gerüche und stoppt flüchtige organische Verbindungen.
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