Nippel sind hydraulische Verbindungsstücke in Form kurzer Rohre, die beidseitig mit einem Außengewinde ausgestattet sind – im Gegensatz zu Muffen mit Innengewinde. Sie werden häufig in Hydraulik- und Gasinstallationen eingesetzt. Sie dienen zum Herstellen von Rohrverbindungen und anderen Montagearbeiten. Fragen Sie sich, welchen Nippel Sie für Ihre Installation wählen sollen? Wir laden Sie ein, eine kurze Anleitung zu lesen! Sie erfahren, aus welchen Materialien Nippel bestehen, welche Haupttypen sich auszeichnen und wann der Einsatz von Nippeln sinnvoll ist.

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Nippelmaterialeigenschaften
Die am häufigsten verwendeten Nippel bestehen aus Edelstahl und Kunststoff. Gusseisen- und Messingnippel werden etwas seltener verwendet. Die Auswahl eines bestimmten Materials hängt von den Besonderheiten der jeweiligen Installation ab.
Stahlnippel sind beständig gegen niedrige und hohe Temperaturen (von -20 °C bis 300 °C), Korrosion, mechanische Beschädigungen und die Einwirkung verschiedener Substanzen. Daher eignen sie sich ideal für Trinkwasserinstallationen, die Lebensmittel- und Ölindustrie sowie für Klima-, Kälte- und Druckluftanlagen. Dank der verwendeten Additive sind sie beständig gegen Salz- und Chlorwasser. Stahlnippel ermöglichen effektive Verbindungen mit Kupfer-, Messing- und Bronzerohren. Sie eignen sich für den Einsatz unter schwierigen Bedingungen. Ihr einziger Nachteil ist der hohe Preis.
Messingnippel, die hauptsächlich aus Kupfer und Zink bestehen, sind zudem beständig gegen niedrige und hohe Temperaturen. Sie dienen zum Verbinden von Elementen in Kalt- und Warmwasserinstallationen innerhalb und außerhalb von Gebäuden. Der Anteil der einzelnen Metalle in der Legierung bestimmt das Aussehen des Nippels. Beispielsweise hat Zink eine aufhellende Wirkung, während Kupfer eine charakteristische braune Farbe verleiht. Messing sollte nicht mit bestimmten zinklösenden Säuren sowie mit stehendem, salzhaltigem und hartem Wasser in Kontakt kommen. Heiße Flüssigkeiten können zudem Korrosion des Materials verursachen. Daher eignen sich Messingnippel für Heizungsanlagen mit einem pH-Wert von 8,2–9,5.
Kunststoffnippel sind günstig, flexibel, einfach zu installieren und äußerst beständig gegen Chemikalien sowie Salz- und Chlorwasser. Sie eignen sich hervorragend als Verbindungsstücke in Schwimmbad- und Trinkwasseranlagen sowie in Meerwasseraquarien. Sie können bei Temperaturen von 0 °C bis +45 °C sowohl ober- als auch unterirdisch eingesetzt werden. Ein Kunststoffnippel eignet sich zum Anschluss an ein Element aus einem anderen Material. Sein Nachteil ist die geringe UV-Beständigkeit.
Arten von Nippelverbindern
Ein Nippel ist ein äußerst beliebtes Verbindungselement in Rohrleitungssystemen und wird in verschiedenen Durchmessern und Formen hergestellt. Ein herkömmlicher Nippel hat auf beiden Seiten ein Außengewinde. Im mittleren Teil befindet sich ein sechseckiger Ring in Form einer flachen Mutter für einen Schlüssel. Ein Sondertyp ist der Reduziernippel , bei dem jedes der beiden Gewinde einen anderen Durchmesser hat.
Eine weitere ungewöhnliche Variante sind Muffennippel (oder Nippelkupplungen), die eine Kombination aus Nippel und Muffe darstellen. Der Muffennippel hat auf der einen Seite ein Außengewinde und auf der anderen Seite ein Innengewinde. Es gibt auch Heizkörpernippel, die einzelne Segmente von mehrteiligen Heizkörpern verbinden. Er verfügt über zwei Innenvorsprünge (anstelle eines zentralen), die eine Drehung mit einem Schlüssel ermöglichen, sowie zwei Gewinde – links und rechts.
Breite Anwendung des Nippels in Anlagen
Nippel sind kleine Zubehörteile mit einem außergewöhnlich breiten Anwendungsspektrum in Anlagen. Sie ermöglichen die schnelle und dichte Verbindung zweier Elemente mit Innengewinde, d. h. zweier Winkelstücke, eines Winkelstücks mit einem Spezialelement (T-Stück, Kreuzstück, Reduzierstück) oder eines geraden Abschnitts bzw. Winkelstücks mit einem Aufnahmestück. Je nach Art des zu übertragenden Mediums, Druck und Betriebstemperatur sollten Nippel der richtigen Größe und aus den richtigen Materialien verwendet werden.
Wann lohnt sich die Wahl eines Reduziernippels?
Ein Reduziernippel (auch Reduziermuffe genannt) ist ein spezielles Verbindungselement, das häufig in der Industrie, Hydraulik, Pneumatik sowie in der Sanitär- und Heizungsinstallation verwendet wird. Er verfügt über Außengewinde mit unterschiedlichen Durchmessern. Er ermöglicht die Reduzierung des Durchmessers, um eine effektive, dauerhafte und zuverlässige Verbindung herzustellen. Es gibt verschiedene Arten von Reduziernippeln: Gewinde-, Schnellkupplungs-, Drucknippel und weitere. Die Wahl eines Reduziernippels lohnt sich immer dann, wenn im Installationssystem Rohre mit unterschiedlichen Durchmessern verbunden werden müssen. Eine der beliebtesten Varianten ist der ½- bis ¾-Nippel .
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