Heizkörperaustausch ohne Wasserablass ist möglich. Entscheiden Sie sich einfach für einen Rohrgefrierer. Diese innovative Lösung bietet Komfort und beschleunigt die Arbeit deutlich.

Wie funktioniert ein Rohrgefrierer?
Ein Rohrgefrierer ist ein Gerät, das sich gut in alten Heizungsanlagen bewährt, in denen sich unter den Steigleitungen keine Ventile mit Ablasskugeln befinden und die Armaturen defekt sind. Die Funktionsweise eines Rohrgefrierers beruht auf der Bildung eines Eispfropfens im Rohr. Er wirkt wie ein Korken, da er den Wasserfluss stoppt. Eine solche Verstopfung hält hohem Druck stand. Wichtig zu wissen: Gefrierendes Wasser vergrößert sein Volumen und der Pfropfen wird gegen die Rohroberfläche gedrückt. Während dieser Zeit kann das beschädigte Element ausgetauscht werden, da der Wasserfluss blockiert ist.
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Es gibt zwei Arten von Rohrgefrierern:
- Elektrische Gefrierschränke – ihr Funktionsprinzip basiert auf Verdunstung und Kondensation, ähnlich wie bei einem Kühlschrank. Das Kühlmittel in solchen Geräten ist eine spezielle Flüssigkeit. Der Verdampfer ist eine Klemme, die das Rohr einfriert oder direkt daran angeschlossen ist. Das Kühlmittel erreicht eine Temperatur von etwa minus 40 Grad. Um das Einfrieren zu beschleunigen, werden häufig spezielle Kunststoff-Isolierbänder verwendet. Alternativ können auch leitfähige Pasten verwendet werden.
- Gasgefriergeräte – das sind Geräte, die aus Gefrierköpfen bestehen. Sie sind an eine CO2-Flasche angeschlossen. Sie nutzen eine sehr niedrige Temperatur zum Verdampfen von Kohlendioxid, nämlich minus 79 Grad Celsius. Es ist zu beachten, dass das Kohlendioxid aus der Flasche ausströmt und sich ausdehnt. Dann erreicht es den Gefriergriff. Dann kühlt das Rohr sehr schnell ab, wodurch ein Eispfropfen entsteht, der oft als Trockeneis bezeichnet wird.
Demontage des Heizkörpers ohne Wasserablassen
Die Demontage eines Heizkörpers erscheint zeitaufwändig, insbesondere wenn das Wasser aus der gesamten Steigleitung abgelassen werden muss. Glücklicherweise gibt es eine andere Lösung: die Demontage ohne Wasserablass. Bei Neuinstallationen werden Ventile eingebaut, was den Austausch erleichtert. Schließen Sie einfach das Wasserzulaufventil. Schließen Sie auch das Ventil, durch das das Wasser aus dem Heizkörper abfließt. Anschließend können Sie mit dem Rohrgefriergerät fortfahren. Wichtig ist, dass die Rohre in den sogenannten Abzweigen, also auf einer Länge von 5 cm, eingefroren sind. Ähnlich verhält es sich bei Altinstallationen, allerdings müssen alte Rohre vor dem Einfrieren zunächst von Farbresten gereinigt werden. Das Einfrieren eines Rohrs im Winter ist etwas anders. Halten Sie in diesem Fall einen Abstand von 5 cm zur Steigleitung ein. Dadurch zirkuliert das Wasser weiter in der Anlage, und es kommt nicht zu Überschwemmungen. Nach dem Einfrieren sollten die Rohre durchtrennt werden. Eine Metallsäge eignet sich hierfür am besten. Alternativ kann ein Winkelschleifer verwendet werden. Der Schnitt muss sehr präzise erfolgen, vorzugsweise in einem Abstand von etwa 10 cm zur Froststelle. Dieser Abstand ermöglicht das Einfädeln neuer Gewinde. Wenn Sie nach einem alten Heizkörper einen neuen Heizkörper einbauen, installieren Sie zuerst die Absperrventile und erst dann das Heizgerät. Wenn Sie den Heizkörper jedoch vollständig entfernen möchten, verwenden Sie Verschlussstopfen.
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