Die richtige Anordnung der Sanitäranlagen ist im Badezimmer die Norm

Hinzugefügt: Dienstag, 26.4.2022


Normen, die die Standardabstände zwischen Sanitäreinrichtungen regeln, ermöglichen die Aufrechterhaltung der Funktionalität des Badezimmers in jedem Gebäude. Sie bestimmen die Ergonomie des Raumes und die Sicherheit seines Betriebs. Wenn Sie sich mit Sanitärinstallationen befassen oder ein Badezimmer in einer öffentlichen Einrichtung planen, lesen Sie unbedingt unseren umfassenden Leitfaden.

Modernes Badezimmer mit Badmöbeln und Dusche

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • wovon hängt die Funktionalität des Badezimmers ab,
  • wie man die Anordnung der Sanitäranlagen im Badezimmer richtig plant,
  • wie man ein Badezimmer in einer öffentlichen Einrichtung gestaltet.

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Welche Grundsätze sollten bei der Gestaltung von Bädern in öffentlichen Gebäuden beachtet werden?

Hygieneräume sollten in erster Linie an die individuellen Bedürfnisse ihrer Nutzer angepasst sein. So sollte beispielsweise die Anzahl der Personen, die das Badezimmer täglich benutzen, oder deren Körpergröße berücksichtigt werden. Ein Badezimmer in einer Grundschule erfordert eine völlig andere Gestaltung als beispielsweise in einem Sozialheim.

Die größte Herausforderung besteht darin, ein Badezimmer zu planen, das von einer heterogenen Nutzergruppe genutzt wird, beispielsweise von Kleinkindern und Menschen mit Behinderungen. Die individuellen Abstände müssen dann gemittelt und gleichzeitig an die Bedürfnisse von Menschen mit eingeschränkter Mobilität angepasst werden. In einem solchen Fall ist es jedoch am besten, einen separaten Raum speziell für Behinderte einzurichten.

Die Grundsätze für die Gestaltung von Sanitäranlagen können je nach Gebäudetyp unterschiedlichen Ursprungs sein. Die Anforderungen an Hotelbäder sind beispielsweise in der „Verordnung des Ministers für Wirtschaft und Arbeit vom 19. August 2004 über Hoteleinrichtungen und andere Einrichtungen, in denen Hoteldienstleistungen erbracht werden“ festgelegt. Sie beschreibt die obligatorische und zusätzliche Ausstattung je nach Kategorie der Einrichtung. Öffentliche Badezimmer müssen in jedem Fall unter anderem Waschbecken mit Ablagefläche oder Ablage, einen Spiegel über jedem Waschbecken (mit Beleuchtung) und eine Toilette (und ein Urinal im Herrenbad) umfassen. In Wohnbereichen handelt es sich um eine Badewanne mit Wasserhahn und Dusche oder Duschkabine, ein beleuchtetes Waschbecken mit Ablagefläche oder Ablage und eine Toilette.

Stilvolles und modernes Badezimmer mit Badmöbeln und Duschkabine

Die Vorschriften für den Bau und die Fertigstellung von Gebäuden im öffentlichen Raum finden sich im Baugesetz vom 7. Juli 1994 und den nachfolgenden Änderungen. Sie enthalten Informationen zur Notwendigkeit, angemessene Bedingungen für die Nutzung von Gebäuden durch Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten. Die technischen Anforderungen an Sanitär- und Hygieneräume (einschließlich Bäder und Toiletten) sind in der Verordnung des Infrastrukturministers vom 12. April 2002 über die technischen Anforderungen an Gebäude und deren Standort (gültig ab 25. Dezember 2020) festgelegt. Es ist daher wichtig, immer die für ein bestimmtes Gebäude geltenden Quellen zu konsultieren.

Lesen Sie mehr über das behindertengerechte Badezimmer

Welche Abstände zwischen einzelnen Einrichtungsgegenständen sollten im Badezimmer eingehalten werden?

Neben der Notwendigkeit, das Badezimmer an die individuellen Bedürfnisse der Nutzer und die Beschaffenheit des Gebäudes anzupassen, ist es auch notwendig, die Empfehlungen bezüglich der Standardabstände zwischen einzelnen Sanitäreinrichtungen zu beachten. Vor jedem Sanitärobjekt sollte Freiraum gelassen werden, damit die Nutzung sicher und komfortabel ist. Es ist zu beachten, dass sich diese Bereiche überlappen können, wodurch selbst in einem sehr kleinen Badezimmer ein angemessenes Maß an Ergonomie erreicht werden kann.

Waschbeckenmontage

Das Waschbecken sollte maximal 450 cm vom Abwasserrohr entfernt sein. Die Abwasseröffnung sollte 55 cm über dem Boden liegen. Die Höhe beträgt üblicherweise 75–85 cm, wobei die durchschnittliche Körpergröße der Benutzer berücksichtigt werden sollte (dies ist beispielsweise im Badezimmer eines Kindergartens besonders wichtig). Der Wandhahn sollte 25–30 cm darüber angebracht sein. Die Breite des Waschbeckens beträgt in der Regel über 40 cm. Für eine bequeme Nutzung sollten Sie davor 70 cm Freiraum lassen. Der Abstand zu einer Wand oder anderen Sanitäreinrichtungen sollte mindestens 30 cm betragen.

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Toiletten- und Bidetinstallation

Aufgrund des Sogeffekts sollte die Toilettenschüssel maximal 100–150 cm vom Abwasserrohr entfernt sein. Das Bidet sollte etwa 30 cm daneben installiert werden, sofern das Badezimmer groß genug für beide Sanitäreinrichtungen ist. Der optimale Wandabstand beträgt 20 cm für die Toilettenschüssel und 30 cm für das Bidet. Die empfohlene Höhe über dem Boden für Toilettenrand und Bidet beträgt 40–45 cm. Der Freiraum vor dem ersten Gerät beträgt 80 x 60–80 cm, vor dem zweiten 100 x 70 cm.

Installation einer Duschkabine

Beim Einbau einer Duschkabine sollte die Öffnungsart der Tür berücksichtigt werden. Schiebetüren sind am einfachsten. Bei Flügeltüren muss zusätzlicher Platz zum Öffnen eingeplant werden. Für eine komfortable Nutzung der Dusche empfiehlt sich ein Freiraum von ca. 80–100 x 90–100 cm. Die Duschkabine sollte 20–30 cm von anderen Geräten entfernt sein. Der Abstand zum Wasser- und Abwasseranschluss darf 300 cm nicht überschreiten. Auch die richtige Höhe des Duschhahns ist zu beachten. Er sollte 100–130 cm über der Duschwanne angebracht sein. Der Duschkopf wird in einer Höhe von 170–180 cm montiert, die Regenbrause sogar in 200 cm.

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Badewanneninstallation

Der Abstand der Badewanne zum Wasser- und Abwasseranschluss sollte 250 cm nicht überschreiten. Davor sollten Sie jedoch 100–120 x 70–100 cm Freiraum lassen. Es wird empfohlen, andere Geräte mindestens 20 cm davon entfernt zu platzieren (bei Platzmangel kann das Waschbecken die Badewanne sogar um 5 cm überragen). Der optimale Platz für den Wasserhahn liegt etwa 10–25 cm über dem Badewannenrand.

Modernes weißes Badezimmer mit Dusche und Badewanne

Wie gestaltet man ein Badezimmer normgerecht?

Damit die Nutzer das Badezimmer ungehindert nutzen können, muss der Installateur die Vorschriften für den Gebäudetyp einhalten, ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigen und die Empfehlungen zu den Abständen zwischen den einzelnen Geräten befolgen. Welche weiteren Tipps sind zu beachten?

Bei der Gestaltung eines Badezimmers, insbesondere in Hotels oder Pensionen, ist die Aufteilung des Raumes in Zonen von großer Bedeutung. Traditionell unterscheidet man einen Nassbereich mit Waschbecken und Dusche oder Badewanne sowie einen Trockenbereich mit Toilette und Stauraum. Der Nassbereich sollte als Entspannungsbereich tief im Innenraum liegen, der Trockenbereich näher am Eingang. Die endgültige Form des Badezimmers hängt von seiner Größe und Raumaufteilung ab.

Auch die Gestaltung der Elektroinstallation im Badezimmer verdient besondere Aufmerksamkeit. Aufgrund der Wassernutzung sollte die Anordnung von Steckdosen und Schaltern in sogenannte Schutzzonen unterteilt werden. Die Norm PN-IEC 60364 unterteilt den Raum in vier Zonen, für die unterschiedliche Sicherheitsregeln festgelegt sind. Jede Zone ist unter anderem mit dem Dichtheitsgrad der darin installierten elektrischen Geräte belegt.

Steckdosen im Badezimmer müssen mit einem Schutzkontakt ausgestattet und luftdicht sein. Die optimale Anzahl an Steckdosen beträgt in der Regel zwei in der Nähe des Spiegels (in einer Höhe von 130–140 cm über dem Boden) und gegebenenfalls eine für den Betrieb der Waschmaschine.

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