Wärmepumpe – Erde oder Luft? Die Vorteile beider Lösungen

Hinzugefügt: Freitag, 11.3.2022


Wärmepumpen zählen zu den wirtschaftlichsten und umweltfreundlichsten Möglichkeiten, Gebäude zu heizen. Auf dem Markt sind verschiedene Typen dieser modernen Geräte erhältlich, sodass jeder Investor eine Lösung finden kann, die seinen Anforderungen optimal entspricht. Am beliebtesten sind Erd- und Luftwärmepumpen. Worin unterscheiden sie sich und welche ist die bessere Wahl?

Wärmepumpe – Luft oder Erde, wie funktionieren sie? Vor- und Nachteile von Wärmepumpen

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • wie Luft- und Erdwärmepumpen funktionieren,
  • welche Vorteile eine Erdwärmepumpe und eine Luftwärmepumpe bietet,
  • Wann ist eine Luft- oder Erdwärmepumpe besser?

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe ist ein Gerät, das Energie aus einer erneuerbaren Quelle (Luft, Erde oder Wasser) bezieht und diese mithilfe von elektrischem Strom an das Heizsystem eines Gebäudes überträgt. Sie kann sowohl zum Heizen von Räumen als auch zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden.

Da der Anteil des Stroms an der Wärmeerzeugung relativ gering ist (ca. 20–25 %), gelten Wärmepumpen als sehr wirtschaftliche und umweltfreundliche Lösung. Immer mehr Investoren entscheiden sich für den Einbau von Wärmepumpen, da diese Geräte:

  • benötigen keine Brennstofflagerung,
  • Sie erzeugen keine Abgase (so dass bereits bei der Errichtung auf den Schornstein verzichtet werden kann),
  • sie erfordern keine regelmäßige Wartung (z. B. Entfernen der Asche, Reinigen usw.),
  • Sie ermöglichen eine deutliche Reduzierung der Heizkosten (der dafür benötigte Strom kann beispielsweise aus einer Photovoltaikanlage gewonnen werden),
  • mit anderen Wärmequellen (z. B. Fußbodenheizung) zusammenarbeiten,
  • sind einfach zu bedienen.

Eine Wärmepumpe kann zudem zusätzliche Vorteile bieten, die typspezifisch sind. Deshalb gehen wir im Folgenden genauer auf die Vor- und Nachteile von Luft- und Erdwärmepumpen ein.

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Luftwärmepumpen – Vorteile und Nachteile

Luftwärmepumpen beziehen Energie aus der Luft um das Gebäude. Je höher die Temperatur, desto weniger Strom wird für die Verarbeitung benötigt. Dieses Gerät funktioniert am besten bei relativ stabilen Wetterbedingungen. Bei starkem Frost beispielsweise sinkt seine Effizienz deutlich.

Luftpumpen gibt es in zwei Grundvarianten:

  • Luft-Luft-Wärmepumpe – entzieht der Umgebung Wärme und überträgt sie an die interne (Versorgungs-)Einheit, die das Gebäude direkt heizt. Sie kann auch zum Kühlen von Räumen eingesetzt werden.
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe – entzieht der Außenluft ebenfalls Wärme, überträgt diese aber über das System an die darüberliegende Quelle, d. h. an die Heizungsanlage im Gebäude (Heizkörper, Fußbodenheizung, Warmwasserbereitung). Im Sommer kann sie Räume kühlen.

Wärmepumpe – Luft oder Erde, wie funktionieren sie? Vor- und Nachteile von Wärmepumpen Einer der wichtigsten Vorteile von Luftwärmepumpen sind die relativ niedrigen Investitionskosten. Sowohl der Kauf des Geräts selbst als auch seine Installation sind deutlich günstiger als bei Erdwärmepumpen. Darüber hinaus ist die Installation schnell und einfach, und der Eingriff in Haus und Grundstück ist minimal. Dadurch zeichnen sich Luftwärmepumpen durch ein sehr breites Anwendungsspektrum aus und können auf jedem Grundstück, unabhängig von dessen Besonderheiten, eingesetzt werden.

Man sollte jedoch die Nachteile von Luftwärmepumpen nicht vergessen, zu denen vor allem große Schwankungen in ihrem Wirkungsgrad gehören. Dieser hängt nämlich direkt vom Temperaturunterschied zwischen der unteren und oberen Quelle ab. Das bedeutet, dass eine Luftwärmepumpe im Winter – insbesondere in größeren Gebäuden – die Beheizung von Haus und Wasser nicht allein bewältigen kann. Sie benötigt Unterstützung durch ein zusätzliches Heizsystem.

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Erdwärmepumpe – Vorteile und Nachteile

Erdwärmepumpen beziehen ihre Energie aus dem Untergrund. Da die Erdtemperatur deutlich stabiler ist, ist ihre Effizienz weniger von den aktuellen Wetterbedingungen abhängig. Sie zeichnen sich daher durch einen hohen und konstanten Wirkungsgrad sowie niedrige Betriebskosten aus.

Aufgrund der Installationsmethode werden Erdwärmepumpen auf dem Markt unterschieden:

  • mit einem vertikalen Kollektor – installiert in einer Tiefe von mehreren Dutzend Metern. Diese Variante zeichnet sich durch höhere Effizienz und Stabilität aus, ihre Installation ist jedoch deutlich teurer.
  • mit einem Horizontalkollektor – wird in einer Tiefe von 1,5 bis 2 m installiert, nimmt aber bis zu mehreren hundert Quadratmetern Fläche ein. Die Installation dieser Variante ist günstiger, der Boden ist jedoch dem Einfluss von Sonneneinstrahlung und Niederschlag ausgesetzt und weist größere Temperaturschwankungen auf.

Wie Sie sehen, haben beide Arten von Erdwärmepumpen ihre Vor- und Nachteile, aber die Installation eines Vertikalkollektors ist zweifellos die vorteilhaftere Lösung. Er benötigt weniger Platz auf dem Grundstück, bezieht Energie aus einer Umgebung mit stabiler Temperatur und leitet die Wärme besser als ein Horizontalkollektor. Leider sind die Kosten einer solchen Investition für viele Menschen möglicherweise unerschwinglich. Es lohnt sich daher, sie zu ermutigen, verschiedene Förderprogramme für erneuerbare Energien zu nutzen.

Auch ein zu kleines Grundstück kann ein Hindernis für Investoren sein. Erdwärmepumpen sind ausschließlich für Großgrundbesitzer gedacht, die eine Heizungsanlage in einem Neubau planen. Die Installation eines Wärmetauschers erfordert erhebliche Eingriffe in die Umgebung. Dies geschieht durch teure Bohrungen (Vertikalkollektor) oder umfangreiche Erdarbeiten (Horizontalkollektor).

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Luft- oder Erdwärmepumpe – welche soll ich wählen?

Wenn wir die Vor- und Nachteile beider Wärmepumpentypen kennen, können wir mit Sicherheit sagen, dass es keine universelle Lösung gibt, die in jedem Fall funktioniert. Die Auswahl eines solchen Geräts sollte sowohl von den Bedürfnissen des Investors als auch von seinen Möglichkeiten abhängen. Dabei geht es vor allem um Parameter wie:

  • Gebäudegröße,
  • Grundstücksfläche,
  • verfügbares Budget,
  • klimatische Bedingungen,
  • individuelle Präferenzen hinsichtlich des Wärmebedarfs,
  • mögliche Zusammenarbeit mit einer anderen Wärmequelle.

Zusammenfassend könnte man zu dem Schluss kommen, dass Erdpumpen für anspruchsvolle Investoren mit ausreichend Budget und ausreichend großem Grundstück geeignet sind. Wichtig ist, dass diese Lösung bereits in der Bauphase entschieden wird!

Bei Luftwärmepumpen sind die Anforderungen nicht so streng. Ein solches Gerät kann auf jedem Grundstück installiert werden, es muss jedoch an eine zusätzliche Heizungsanlage angeschlossen werden. Dies ist in großen Gebäuden erforderlich, in denen die Anlage nicht nur die Beheizung des Hauses, sondern auch die Warmwasserbereitung gewährleisten soll.

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