Industriegebäude wie Industrie-, Lager- oder Montagehallen unterscheiden sich deutlich von Gewerbegebäuden – Bürogebäuden, Einkaufszentren oder Büros. Daher erfordert die Planung und Umsetzung industrieller Brandschutzsysteme eine besondere Herangehensweise und Erfahrung. Nur wenige Unternehmen wissen, wie ein Brandschutzsystem die Sicherheit einer Industrieanlage gewährleistet und die geltenden Normen einhält. Wir erklären, welche Anforderungen ein Hydrantensystem für den Industriesektor erfüllen muss.

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Auswahl des Brandschutzes passend zu den Anforderungen eines Industriegebäudes
Gesetzliche Anforderungen an den Brandschutz sind unter anderem im Baugesetz vom 7. Juli 1994, in der Verordnung des Innenministers vom 7. Juni 2010 über den Brandschutz von Gebäuden, anderen Bauobjekten und Flächen sowie in der Verordnung des Infrastrukturministers vom 12. April 2002 über die technischen Anforderungen an Gebäude und deren Standort enthalten. Leider hat der polnische Gesetzgeber keine separaten Richtlinien für Brandschutzanlagen in Lager- und Produktionsgebäuden erlassen. Betreiber von Industrieanlagen stehen daher vor einer schwierigen Aufgabe.
Die Auswahl des Brandschutzes für ein Industriegebäude erfordert vor allem einen individuellen Ansatz – die Entwicklung eines maßgeschneiderten Brandschutzsystems mit nicht standardmäßig platzierten Löschgeräten oder Brandmeldern. Dies ist notwendig, da Industriegebäude in der Regel regelmäßig umgebaut/erweitert werden, eine enge Bebauung aufweisen, mit zahlreichen Maschinen und Geräten ausgestattet sind, Bereiche mit stark eingeschränktem Zugang aufweisen usw.
Daher ist es nicht möglich, Musterlösungen zu kopieren, wie es bei einfachen und geräumigen Gewerbeanlagen oft der Fall ist. Bei der Planung eines Brandschutzsystems muss zudem die Brandgefahrenklasse der jeweiligen Industrieanlage berücksichtigt werden, da sie Parameter wie die Berieselungsintensität oder die Fläche und Mindestbetriebsdauer bestimmt. Auch spezifische, schwierige Arbeitsbedingungen (z. B. hohe Staubbelastung) haben einen erheblichen Einfluss auf die Konstruktion einer Brandschutzanlage .
Hydranteninstallation in Industrieanlagen im rechtlichen Kontext
Eine Hydrantenanlage ist ein zentrales Element des Brandschutzsystems eines Gebäudes. Die Anforderungen an Hydrantenanlagen sind in der oben genannten Verordnung zum Brandschutz in Gebäuden festgelegt. Eine solche Anlage muss zuverlässig und effizient sein. Sie besteht aus Hydranten, die sowohl innerhalb als auch außerhalb von Gebäuden angebracht sind (z. B. externer Überflurhydrant ).
Hydranten dienen der Wasserentnahme aus dem Wasserversorgungsnetz beim Löschen eines Brandes. Die Verwendung von Innenhydranten ist in diesen Fällen vorgeschrieben und muss den polnischen Normen entsprechen. Die Auswahl der Hydranten richtet sich nach den Besonderheiten der Anlage und den Brandschutzbestimmungen. Die Vorschriften schreiben vor, dass Gebäude mit Löschwasser aus dem Wasserversorgungsnetz versorgt werden müssen. Bei unzureichender Wassermenge muss eine zusätzliche Löschwasserquelle bereitgestellt werden.
Das polnische Recht sieht keine gesonderten Regelungen zu den Grundsätzen des Brandschutzes in Industrieanlagen vor. Dieses Thema wird jedoch von Versicherern gerne aufgegriffen, die in ihren Verträgen häufig auf spezifische Normen oder Standards (VdS, NFPA, FM Global, PN-EN) verweisen, nach denen eine bestimmte Brandschutzanlage ausgeführt werden soll. Während die Planung von Hydrantenanlagen in Gewerbegebäuden keine größeren Probleme bereitet, gestaltet sich die Angelegenheit in anspruchsvollen Industrieanlagen komplizierter. Aus diesem Grund sollten sowohl die Planung als auch die Umsetzung eines Hydrantensystems einem auf den Industriesektor spezialisierten Unternehmen anvertraut werden.
Auswahl des geeigneten Schutzes für Hydrantenanlagen entsprechend der Brandklasse
Die Brandklassifizierung ist die Grundlage für einen wirksamen Schutz vor der Ausbreitung von Feuer. Die drei gebräuchlichen Brandklassen sind: EI 30, EI 60 und EI 120. Sie geben die Fähigkeit einer bestimmten Struktur oder eines Baumaterials an, Feuer für einen bestimmten Zeitraum zu verzögern.
Hydrantensystemleitungen müssen an Stellen, an denen sie durch Gebäudetrennwände verlaufen, die als Brandschutzelemente dienen, vor einer möglichen Brandausbreitung geschützt werden. Hydranten- und Hydrantenventilversorgungsleitungen können aus nicht brennbaren oder brennbaren Materialien bestehen. Die Verwendung brennbarer Materialien erfordert die Verwendung von Abdeckungen mit einer Feuerwiderstandsklasse von EI 60 (Ausnahme sind Steigleitungen in Treppenhäusern, die durch Wände getrennt und mit Türen mit einer Feuerwiderstandsklasse von mindestens EI 30 verschlossen sind). Weitere Informationen zum Schutz finden Sie in der Verordnung über technische Bedingungen.
Unternehmen, die Brandschutzsysteme für verschiedene Gebäudetypen planen, bauen und warten, sind herzlich eingeladen, sich mit dem Angebot des Onninen-Großhändlers vertraut zu machen. Unser Sortiment umfasst eine breite Palette von Lösungen im Bereich Brandschutz und Brandschutz: von Hydranten über Gasmelder bis hin zu kompletten Brandschutzsystemen .