SPD Überspannungsschutz T2 2P 2+0 TN-S/TT-Netz In=40kA Imax=40kA Up≤1,35kV SPE240
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TECHNISCHE DATEN
Maße und Gewicht bezogen auf die Verkaufseinheit: 1 Stck.
SPD Überspannungsschutz T2 2P 2+0 TN-S/TT-Netz In=40kA Imax=40kA Up≤1,35kV SPE240
Zweipoliger Überspannungsschutz in AC-Installationen
Der Überspannungsableiter Typ T2 (Klasse II) ist für die Montage in Schaltschränken von Wohn-, Gewerbe- und Industriegebäuden konzipiert. Die 2P-Konstruktion im 2+0-System bedeutet zwei unabhängige Schutzkreise ohne gemeinsame Sicherung – jeder Pol arbeitet autonom, was die Zuverlässigkeit des gesamten Systems erhöht. Das Gerät unterstützt die Konfigurationen TN-S (getrennte N- und PE-Leiter) sowie TT (Transformatorerdung und separate Erdung der Verbraucher), weshalb es sich sowohl in älteren Installationen als auch in Neubauten bewährt.
Der Nennentladestrom In = 20 kA (8/20 μs) ist der während der Normprüfungen ermittelte Wert – diese Energiemenge kann das Gerät mehrfach sicher ableiten. Der maximale Entladestrom Imax = 40 kA stellt die obere Grenze der Schutzfähigkeit dar. In der Praxis bedeutet dies, dass der Ableiter selbst bei einem starken Blitzeinschlag die Energie effektiv übernimmt und die angeschlossenen Verbraucher schützt – von der Schaltschrankkomponente bis hin zu Haushaltsgeräten.
Betriebsparameter und Schutzwirkung
Die maximale Dauerbetriebsspannung Uc = 275 V AC definiert die höchste Arbeitsspannung, bei der der Ableiter ohne Aktivierung im Bereitschaftszustand bleibt. Die Nennspannung der Installation beträgt 415 V AC, was den standardmäßigen Dreiphasen-Systemen in europäischen Verteilnetzen entspricht.
Das Schutzniveau (Restspannung) beträgt:
- L-N: ≤ 1,35 kV – schützt Verbraucher zwischen Phase und Neutralleiter,
- N-PE: ≤ 1,5 kV – leitet den Stoß zwischen Neutralleiter und Erdung ab.
Die niedrigere Restspannung bei L-N ist ein wesentliches Merkmal – je kleiner dieser Wert ist, desto weniger Energie erreicht die geschützte Ausrüstung. Bei einer typischen Empfindlichkeitsschwelle elektronischer Geräte von etwa 1-1,5 kV bietet der Wert von 1,35 kV eine Sicherheitsmarge für die meisten Installationen.
Die Kurzschlussfestigkeit bei Isccr = 50 kA beschreibt die Fähigkeit, den Kurzschlussstrom bis zum Auslösen der Überstromschutzeinrichtung auszuhalten – ein wichtiger Parameter bei der Planung der Selektivität.
Konstruktion, Signalisierung und Betriebsbedingungen
Das Gerät nimmt 2 Module auf der DIN-Hutschiene TH35 ein, was eine einfache Montage in Standard-Verteilerkästen ermöglicht. Eine optische Signalisierung informiert über den Verschleiß des Moduls – wenn der Indikator die Farbe ändert oder verschwindet, muss der Einsatz ausgetauscht werden. Da kein Kontakt für die Fernsignalisierung vorhanden ist, ist dieses Modell primär für Objekte vorgesehen, bei denen der Status des Überspannungsschutzes visuell während periodischer Inspektionen kontrolliert wird.
Der Schutzgrad des Gehäuses IP2XC bedeutet:
- IP2X – Schutz gegen feste Körper >12,5 mm (Finger),
- C – Durchmesser von Lüftungsöffnungen oder Schlitzen ≤ Ø12 mm,
- keine Wasserfestigkeit – Montage ausschließlich in trockenen Schaltschränken.
Maximale Querschnitte der anzuschließenden Leiter:
- ein-/mehradrig starr: bis 50 mm²,
- flexibel (Litze): bis 35 mm².
Empfohlener Überstromschutz ist eine Sicherung oder ein Leistungsschalter:
- bis 315 A bei Stichleitung,
- bis 80 A bei V-Schaltung.
Das Gewicht des Geräts beträgt lediglich 230 g, was den Transport und die Installation selbst an schwer zugänglichen Stellen erleichtert. Das Gehäuse erfüllt die Anforderungen der Klassifizierung eClass 11.0 (27130805) sowie UNSPSC (39121613), was die Identifizierung des Produkts in Bestell- und Lagersystemen erleichtert.
ZERTIFIKATE, ZULASSUNGEN, SICHERHEIT, KONFORMITÄT UND WARNHINWEISE
Konformitätserklärung

